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Schüleraustausch

Ein Schüleraustausch soll Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich sprachlich weiterzubilden und im Ausland Erfahrungen zu sammeln. Er kann in einem Rahmen von wenigen Wochen von bis zu mehreren Monaten stattfinden. Nicht selten ist er auch ein jährlicher Auslandsaufenthalt. Zeitlich versetzt wohnen die Austauschschüler zunächst in einer Gastfamilie, bevor der Austauschpartner zu Besuch sein wird. In Deutschland findet er meist zwischen dem siebten und zwölften Schuljahr statt. Die Austauschschüler besuchen in ihrem Gastland die jeweilige Schule und nehmen am Unterricht teil, ganz wie zuhause auch. Schulisch organisierte Austausche besuchen meist klassen- oder stufenweise ihre Gastländer. Manchmal sind die Reiseziele Partnerstädte ihrer Heimatstadt, zu denen engere Beziehungen und Bindungen bestehen. Die Richtlinien über Auslandsaufenthalte von Schülern werden jeweils von den Bundesländern geregelt - diese geben den zeitlichen Rahmen, die Leistungsnachweise, Qualifikationen und die Anforderungen eines Schüleraustausches vor. Zudem gibt es Organisationen, die Schüleraustausche durchführen und leiten: Das Internet bietet dazu Börsen an, in denen man sich über Angebote verschiedener Schüleraustauschorganisationen informieren kann. Auch bietet es ein Forum, in der Schülerinnen und Schüler von ihren Erfahrungen beim Austausch berichten und miteinander diskutieren können. Somit ist eine „Globalisierung“ von Erfahrungswerten generiert worden, durch die Interessierte neben der vorhandenen Literatur schnell Auskünfte erhalten.

Nicht nur, dass die Teilnehmer sich in eine neue oder in eine Sprache vertiefen können, sie sammeln zudem auch Eindrücke aus fremden Ländern und tragen so zum interkulturellen Austausch bei. Ein Auslandsaufenthalt gilt als Lebenserfahrung, bei der viele neue Freunde gewonnen werden können. Er setzt aber auch selbständiges Arbeiten und Anpassungsfähigkeit voraus, beides sind Bedingungen für unsere moderne Arbeitswelt und sollten sich so früh wie möglich erlernt werden - eben dies fällt in neuer und spannender Umgebung um so leichter. Nicht selten entwickeln Schüler ein grosses Interesse an „ihrem“ Land, für das sie auch Jahre nach der Reise noch großes Interesse hegen. So kann beispielsweise eine Schülerin oder ein Schüler, die in der Schule die Sprache Englisch lernen, nach dem Aufenthalt in London eine große Passion für Land und Leute entwickeln. Ein Auslandsaufenthalt hat somit nicht nur für die schulische Laufbahn, sondern auch für die gesellschaftliche Entwicklung.

Die USA sind schon seit langer Zeit das beliebteste Land für einen Schüleraustausch. Aber auch andere ebenfalls englischsprachige Länder wie England, Australien, Kanada und Neuseeland werden sehr gerne bereist. Sehr viele Austausche finden auch mit Frankreich und Spanien statt. Südamerika und China können auch Ziele sein, werden aber lange nicht in solcher Häufigkeit genutzt. De facto sind jedoch die Zahlen aufgrund schulischer Umstrukturierungen rückläufig geworden.