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Ohrenkorrektur

Nicht wenige Menschen haben ästhetische Probleme mit ihren Ohren. Wer zu große oder abstehende Ohren hat, kann diese mithilfe einer Ohrenkorrektur richten lassen. Schon ab dem fünften Lebensjahr ist so eine Operation möglich und viele Eltern entscheiden sich für ihre Kinder zu diesem Schritt, um ihnen eventuelle Hänseleien und damit auftretende psychische Probleme zu ersparen. Natürlich können sich auch erwachsene Menschen noch für eine Ohrenkorrektur entscheiden.

Vor einem solchen Eingriff sollte mit dem Arzt besprochen werden, welche Verhaltensregel befolgt werden sollten. Die wichtigsten Maßnahmen sind das Vermeiden von gerinnungshemmenden Medikamenten, wie z.B. Aspirin mindestens zwei Wochen vor der Operation. Das gleiche gilt für den Konsum von Nikotin, da dies zu einer Verminderten Durchblutung der Organe führt und es so zu einer verzögerten Wundheilung kommen kann.
Die Ohrenkorrektur wird normalerweise ambulant und bei örtlicher Betäubung durchgeführt, es ist also danach, außer in Einzelfällen,  kein Krankenhaus- Aufenthalt nötig. Die Operation dauert bis zu einer Stunde pro Ohr, also insgesamt etwa bis zu zwei Stunden. Bei dem Eingriff wird ein Schnitt hinter dem Ohr gemacht, sodass die Narbe nach weniger Zeit kaum noch zu sehen ist. Der Chirurg kann mit drei verschiedenen Techniken arbeiten. Es gibt die Möglichkeit der Knorpel- Schwächung an der Vorderseite, die Neuformung des Knorpels durch Nähte oder die Formung des Knorpels durch dortige Einschnitte. Welche Methode am besten für den Patienten geeignet ist, entscheidet der Chirurg bereits in der Voruntersuchung.

Nach der Ohrenkorrektur wird für eine Woche ein Verband um den Kopf getragen, danach kann dieser durch einen leichteren, elastischen Verband ausgetauscht werden, der etwa drei Monate lang nur nachts getragen werden muss.  Nach etwa einer Woche ist der Patient in der Regel wieder arbeitsfähig und Kinder können wieder zur Schule gehen. Einen Monat lang sollten die Ohren nicht durch ziehen oder biegen beansprucht werden, damit die Heilung problemlos vonstatten gehen kann. Brillenträger sollten, wenn möglich,  im ersten Monat nach der Operation auf Kontaktlinsen umsteigen, damit das Ohr nicht zusätzlich belastet wird.

Wie bei jeder Operation kann es auch bei der Ohrenkorrektur zu Komplikationen kommen. Nach dem Eingriff sind Blutergüsse an den Ohren normal, diese verschwinden nach ein paar Tagen meist von allein. Auch Schwellungen und Schmerzen kommen häufig vor, können jedoch mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Im Bereich der Wundränder kann es zu Taubheitsgefühlen kommen, aber nach ein paar Monaten ist das Empfinden meist wieder hergestellt. In seltenen Fällen kann das Taubheitsgefühl jedoch auch dauerhaft anhalten.
Bis zum 17. Lebensjahr werden die Kosten für den Eingriff meist von der Krankenkasse übernommen, Erwachsene müssen aber die Ohrenkorrektur selbst bezahlen.