Die Faltenunterspritzung
Das Alter geht leider an niemandem spurlos vorüber. Am sichtbarsten sind die Zeichen der Zeit vor allem im Gesicht- Der einzige Körperteil, der nicht durch Kleidungsstücke überdeckt werden kann. Die Haut verliert an Spannkraft und es entstehen vor allem durch Mimik und Sonneneinstrahlung unvermeidbare Falten.
Wer sich nicht gleich einem Facelifting unterziehen möchte, entscheidet sich häufig für eine Faltenunterspritzung. Dadurch werden Substanzverluste der Haut wieder ausgeglichen und die Falten können optisch nahezu beseitigt werden.
Zum Auffüllen der Falten eignen sich verschiedene Stoffe. Am Bekanntesten ist hierbei das aus Nervengift entwickelte Botulinumtoxin, auch Botox genannt. Dieser Stoff ist für die meisten Arten von Falten geeignet. Alternativ gibt es auch andere biologisch abbaubare Substanzen, die als Füllstoff verwendet werden können. Dazu gehören Körpereigenes Fett, Poly- Milchsäure, Hyaluronsäure- Präparate und Kollagen.
Körpereigenes Fett wird an einer anderen Stelle entnommen und dann wiederum in die Faltenregionen gespritzt. Es hält relativ lange, jedoch ist der Eingriff durch die vorherige Absaugung etwas umfangreicher.
Poly- Milchsäure hält bis zu einem Jahr und wird synthetisch hergestellt, ist aber eine körpereigne Substanz. Besondern für die Faltenunterspritzung an Nase, Mundwinkel und Wangen ist dieser Stoff besonders geeignet, muss jedoch im Abstand von ein bis zwei Monaten nochmals gespritzt werden, damit die Haltbarkeit etwa ein Jahr beträgt.
Hyaluronsäure ist besonders für die oberflächliche Glättung feinerer Fältchen geeignet, hält aber nur etwa zwei bis vier Monate. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine körpereigne Substanz, die biotechnologisch hergestellt wird.
Bei der Verwendung von Kollagen als Füllstoff sollte vorher ein Allergietest gemacht werden. Das Mittel kommt vom Rind und ist auch besonders für oberflächliche Falten geeignet.
Anders als bei den meisten chirurgischen Eingriffen ist bei der Faltenunterspritzung keine besondere Vorsorge vom Patienten gefordert. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und ob dabei eine örtliche Betäubung notwendig ist, hängt von der betreffenden Gesichtspartie ab.
Je tiefer die Falten sind, desto tiefer wird auch das Mittel gespritzt. Nach der Unterspritzung kann es verbreitet an den Einstichstellen zu Rötungen und Schwellungen kommen. Hier können kühlende Kompressen und Salben helfen. Nach dem Eingriff sollte für ein bis zwei Tage auf Sport verzichtet werden, doch ansonsten steht der Wiederaufnahme des Alltags nichts im Wege.
Die Kosten für eine Faltenunterspritzung hängen von dem gewählten Füllmaterial und dem Ausmaß der Behandlung ab. So können die Preise zwischen hundert und tausendfünfhundert Euro liegen. Welche Kosten auf den Patienten zu kommen, wird in dem vorhergehenden Beratungsgespräch geklärt. |