Abnehmen mit einem Magenband
Ein Magenband – was ist das überhaupt? Ein Magenband verkleinert den Magen um etwa ein Drittel und wird am Vormagen angelegt. Es besteht aus Silikon und wird bei einer Operation mit Vollnarkose mit circa 4 bis 5 Stichen in die Bauchhöhle eingeführt. Es wird meist erst nach vielen Monaten wieder entfernt, damit derjenige, der es trägt, auch genug abnehmen kann. Dieses Band engt den Magen so ein, dass er nur noch 20 bis 30 Liter Inhalt fassen kann. Außerdem ist eine Nahrungszufuhr nur durch flüssige Nahrungsmittel möglich. Durch den kleinen Magen tritt schon nach kleineren Essensmengen relativ schnell ein Sättigungsgefühl ein. Wenn dies ignoriert wird und man zu viel isst, muss man erbrechen. Für wen ein Magenband geeignet ist, lässt sich an folgenden Kriterien festmachen:
Wenn Sie seit mehr als fünf Jahren an Adipositas, also starkem Übergewicht leiden, und somit einen BMI von 35 bis über 40 haben, sollten sie das Anlegen eines Magenbands in Betracht ziehen. Außerdem sollte man zwischen 18 und 60 Jahren alt sein und durch das Übergewicht an Diabetes, Bluthochdruck, Herzproblemen oder Gelenkproblemen leiden. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, den Willen zu haben, ernsthaft abzunehmen und auf fettreiche Lebensmittel zu verzichten. Eine letzte Vorraussetzung ist, dass alle anderen Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion erfolglos geblieben sind.
Die Krankenkasse übernimmt unter diesen Vorraussetzungen auch die Kosten für die Operation. Das Magenband hat nämlich viele Vorteile: Es erfolgt in der Regel eine starke Gewichtsabnahme von durchschnittlich 16% des ursprünglichen Gewichts. Dies steigert die Lebensqualität und somit vorherige Gesundheitsprobleme. Einige sehr häufige Folgen von Adipositas sind nämlich Schlafapnoe und Depressionen, sowie Herzinfarkt, Gelenkprobleme und Diabetes. Schlafapnoe ist eine Krankheit, die Sekundenschlaf am Tag und Atemstillstand im Schlaf hervorruft.
Einige Risiken gibt es dennoch bei einer Operation für das Anlegen des Magenbandes: Übergewichtige Menschen sind gefährdeter als normalgewichtige, bei einer Vollnarkose das Bewusstsein zu verlieren. Außerdem können nach der Operation größere Nahrungsstücke und verschluckte Gegenstände den verengten Magendurchgang verschließen. Trotzdem ist das Magenband eine sehr erfolgreiche Methode, um sein Gewicht zu reduzieren, da es wieder ein Hunger- und Sättigungsgefühl hervorruft und Statistiken zeigen die beachtlichen Gewichtsreduktionen. Dennoch braucht man auch bei dieser Methode ein wenig Disziplin, weil auf Cola, Bier oder Schokolade verzichtet werden muss, um abzunehmen. Wenn dies der Fall ist, ist diese Methode ideal. Denn die Folgen und Beeinträchtigungen der Lebensqualität durch starkes Übergewicht sind verheerend und müssen auf jeden Fall vermindert werden. Wenn bei Ihnen bisher keine Diät Erfolg gebracht hat, sollten Sie darüber nachdenken, sich einer Magenband-Operation zu unterziehen; denn Sie werden es dank starker Gewichtsabnahme nicht bereuen.
Mittlerweile hat auch eine andere Behandlungsmethode ähnlich dem Magenband von sich hören lassen. Ärzte empfehlen immer mehr statt einem Magenband das Einführen eines sogenannten Magenballons, der keine Operation unter Vollnarkose notwendig macht. |